postheadericon Ist Liguster giftig?

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Linguster stammt aus der Pflanzengattung der Ölbaumgewächse und trägt schon aufgrund seines deutschen Beinamens „gemein“ die giftige Eigenschaft.

Die Giftstoffe des Ligusters sind aufgrund der verschiedenen Quellen bisher nicht geklärt. Zu den bekannten giftiftigen Pflanzeneteile gehören Rinde, Blätter, und für Kinder besonders gefährlich die Beeren der Linguster. Allgmein ist eine Menge von 10 Beeren nicht als gefährlich anzusehen. Wird eine höhere Menge aufgenommen, so ist mit Erbrechen, Kopfschmerzen, strake Magen-und Darmbeschwerden, sowie mit Durchfall zu rechnen.

Des Weiteren sind ebenso Kreislauflähmungen bekannt. Von einem Verzehr der Beeren ist daher abzuraten. Die Blätter enthalten den Stoff Glucosid, wodurch sie ihren Gift entfalten. Kommt die Haut mit Lingusterbeeren in Kontakt, so können Hautentzündungen auftreten.

Abzugrenzen ist hierbei der Giftigkeitsgrad zu Tieren. Die Pflanze entfaltet seine Giftstoffe besonders gegenüber Pferden, Schweine, Hunde, Katzen, sowie insbesondere Nager und Vögel. Deshalb sollte man auch einen Hasenstall oder Kaninchenstall mit ausreichend Abstand zum Liguster aufstellen, damit die Tiere diesen nicht fressen können.

In solche Fällen treten häüfig Symptome wie Schleimhautreizungen und Herzrasen auf. Ebenso können Fieber, Durchfall, oder Magen-Darmbeschwerden auftreten. Nichtdestotrotz ist die Pflanze nicht nur im Rahmen ihrer giftigen Substanz zu sehen. Schon zu früheren Zeiten wurde Linguster als Heilmittel zur Behandlung im Mund- und Rachenraum verwendet.

Allerdings ist Linguster als Medikament heutzutage nicht mehr in Gebrauch. Aus historischer Sicht wurde Linguster früher zum Färben von Wein verwendet.

Sollte nach dem Verzehr der Beeren oder anderer Teile vom Liguster Beschwerden auftreten, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

1 Kommentar zu „Ist Liguster giftig?“

  • Andreas Rücker:

    Hei. Zur Giftigkeit des Ligusters gibt es verschiedene Auffassungen. Meine Kaninchen jedenfalls nehmen regelmäßig Liguster zu sich. Im Winter ist er neben Besenheide das einzige zur Verfügung stehende Grünfutter. Dabei werden sowohl die Blätter als auch die Rinde von den Kaninchen mit Vorliebe gefressen. Auch die Hühner nehmen ab und zu Blätter auf ohne dass sie ihnen schaden. Vielleicht ist der Grad der Giftigkeit auch eine Gewöhnungssache?

    Viele Grüße aus Norwegen
    Andreas Rücker

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