postheadericon Muss man Liguster pflegen?

© M. Schuppich - Fotolia.com

Auch wenn der Liguster (Ligustrum vulgar) giftig ist, so gehört er dennoch zu den beliebtesten Heckenpflanzen und findet sich in zahlreichen Gärten. Im Allgemeinen benötigt diese Pflanze nur wenig Pflege, erweist sich als sehr robust, wächst recht zügig und fast auf jedem Boden. Zudem lässt sich der Liguster sehr leicht schneiden und auch äußerst gut in individuelle Formen bringen.

Allerdings gibt es noch weitere Vorzüge dieser Pflanze, welche ihre Popularität und Beliebtheit erklären. Durch die enorme Robustheit zeigt sich die Hecke als sehr resistent gegen Krankheiten und wird in der Regel auch sehr alt. Außerdem weist sie eine hervorragende Schnittverträglichkeit auf, wobei sich noch erwähnen lässt, dass ein Rückschneiden der Pflanze sogar ihren Wuchs, beziehungsweise ihre Verjüngung, extrem fördert.

Des Weiteren zieht das kleinblättrige, dichte Gestrüpp viele für den Garten nützliche Tiere an und bietet diesen ein Versteck oder einen Brutplatz. Egal, ob als Sichtschutz, als Grenzmarkierung oder als Stilelement in der Gartengestaltung – Liguster sind in unzähligen Gärten zu Hause.

Was die Beschaffenheit des Bodens angeht, stellt der Liguster zwar kaum Ansprüche, doch im direkten Schatten mag er es nicht besonders gern. Hier bekommt er rasch kahle Stellen, da der Liguster nur dort neue Triebe bildet, wo genügend Licht einfällt. Daher sollte für ihn ein heller und sonniger Standort im Garten ausgesucht werden. Bei starkem Schneefall in den Wintermonaten sollte auch auf die Hecke geachtet werden, da sie eine größere Schneelast kaum tragen kann und folglich sehr schnell einknickt.

In solchen Fällen muss die Hecke von Zeit zu Zeit durch Abschütteln oder Abfegen vom Schnee befreit werden. Es ist ganz normal, dass der Liguster regelmäßig einige Blätter verliert. Falls der Pflanze jedoch sehr viele Blätter abfallen, besteht die Gefahr, dass ihr Wasser fehlt. Deshalb ist es ratsam, die Hecke bei Trockenheit immer wieder mal zu bewässern.

Ein kahl gewordener Liguster sollte einmal kräftig zurückgeschnitten werden und dicke oder alte Äste entfernt werden. Aber auch die anderen Äste müssen etwa um die Hälfte gekürzt werden. Folglich kann die Heckenpflanze von neuem austreiben, da sie nun wieder auch im unteren Bereich genügend Licht bekommt.

Regelmäßiges Düngen erhält den gesunden Wuchs

Ein gut gewachsener Liguster wird im günstigsten Fall nach der Blüte geschnitten. Wird er zu groß, kann er nochmals im August oder September gestutzt werden. Dabei sollten vor allen Dingen die senkrechten Triebe gekürzt werden – so können sich diese seitlich verzweigen. Zudem sollte die Hecke oben etwas schmäler als unten zurechtgeschnitten werden, so bekommt sie am unteren Teil genügend Licht und wird nicht so leicht kahl.

Die meisten dieser Heckenpflanzen sind äußerst pflegeleicht und robust. Dennoch sollten sie von Zeit zu Zeit gedüngt werden, damit die Pflanzen ihren gesunden Wuchs beibehalten können. Als Dünger eignen sich – wie für andere immergrüne Pflanzen auch – Hornspäne, Langzeitdünger oder Koniferen Dünger. Am vorteilhaftesten wird im Frühling oder Frühsommer, noch vor dem großen Wachstumsschub gedüngt.

Allerdings reicht für den Liguster auch ein Dünger mit kürzerer Wirkung, wie zum Beispiel Blau- oder Grünkorn. Hier muss jedoch der Zeitpunkt des Düngens (Ende März und zu Beginn des August) genau eingehalten werden, da die Wurzeln zwei bis drei Wochen vor dem neuen Austreiben der Hecke am schnellsten wachsen und somit in dieser Zeit die meisten Nährstoffe benötigen.

5 Kommentare zu „Muss man Liguster pflegen?“

  • Stefan Macher:

    Hallo

    Wir haben zur Zeit sehr wenig regen. Meine ligusterhecke ist erst ein jahr alt und ich würde daher gerne wissen wie oft und wieviel ich diese giesen soll?

  • Anna M.:

    ausgesprochen hilfreiche Seite – alle infos, die man braucht, und besonders angenehm, dass man nicht mit cookie-installationsversuchen bombardiert wird, wie auf anderen seiten

  • Andrea:

    Wir haben im Herbst kleine Stämmchen Liguster gepflanzt, da wir sie von einem Gärtner günstig bekommen haben. Was muss ich beim schneiden bachten? Gibt es Vorgaben an bestimmten Stellen (z.B. bei Verzweigungen), oder kann ich einfach gerade abschneiden. Ich habe den Eindruck das die Stämmchen nicht recht dicht wachsen werden. Sie sind ca 50-60 cm hoch.
    Liebe Grüße Andrea

  • Hudi:

    Achtung, diese Hecke löst bei mir starke Allergiesymptome aus und ansonsten habe ich eigentlich gegen nichts eine Allergie, ausser auf Gräserpollen.

    Die Beeren sind giftig – gut für ihre Kinder – und sie muss mehrfach pro Jahr geschnitten werden – ineffizient und aufwendig – daher empfehlen diese Hecke auch viele Gärtnereien – gibt immer Arbeit….

    Naja, es gibt deutlich bessere Alternativen.

  • Beate:

    Hallo,
    meine Frage betrifft meine liguster hecke die ich vor ca 2, 5 Jahren gepflanzt habe.
    Sie wächst wirklich gut und auch dicht. Allerdings musste ich beim letzten Schnitt mit Entsetzen feststellen das sie unten her sehr kahl geworden ist (als ich seitlich begradigt hatte). Auch konnte ich unter der hecke eimerweise angefallen liguster Blätter und rauslesen. Die hecke steht vorm Zaun dahinter ist ein Feld auf dem im Wechsel winterweizen 2 Jahre hinter einander und 1 Jahr Raps wächst. Vor der hecke im Garten auf der Wiese steht etwa mittig im Abstand von knapp 1,5m ein erst 4jähriger Apfelbaum (golden delicius). Dort mittig fällt zudem auf das die hecke etwas hinterher hängt mit dem höhenwuchs…. Immer etwas niedriger. Wenn ich hier so mitlese befürchte ich meine hecke komplett rückschneiden zu müssen.
    Kann mir jemand vielleicht helfen was ich tun kann damit meine hecke wieder untenher dicht wird? Die hecke ist jetzt etwa 1,50m hoch und doppelreihig gepflanzt.
    Ich freue mich schon jetzt auf Hilfe
    Vielen Dank
    Evtl. Per Mail, dann könnte ich Fotos machen

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